You are currently viewing Meine Henne verliert ihre Federn: Warum?

Meine Henne verliert ihre Federn: Warum?

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare
Mögliche Ursache Beobachtbare Symptome Lösungen oder Maßnahmen
Saisonale Mauser Diffuser Federverlust, Legepause, aktive Henne Erhöhter Proteinzufuhr, Geduld, Überwachung des Allgemeinzustands
Federpicken unter Hennen Federlose Stellen, wunde Haut, Stress, Unruhe Platz neu gestalten, Umgebung bereichern, Fütterung anpassen
Nährstoffmangel Stumpfes, brüchiges Gefieder, unregelmäßiger Federverlust Nahrungsergänzung, ausgewogene und angepasste Fütterung
Äußere Parasiten Kratzen, Rötungen, Krusten, lokaler Federverlust Parasitenbehandlung, gründliche Reinigung des Stalls
Alter oder Legetätigkeit Langsamer Verlust, teilweise Neubildung, kahle Stellen Beobachtung ohne Eingriff, wenn die Henne munter bleibt
Abnutzung durch den Hahn Federverlust am Rücken oder an den Flügeln, Zusammenleben mit einem Hahn Schutzsattel anbringen, Verhältnis anpassen
Stress oder Selbstpicken Federzupfen, Isolation, Nervosität Umgebung stabilisieren, Stressquellen beseitigen
Innere Erkrankung Mehrere Symptome, auffälliges Verhalten Dringende tierärztliche Untersuchung
Der Federverlust bei einer Henne wirft Fragen auf und sorgt manchmal für Sorge. Eine teilentfiederte Henne am Hals, Rücken oder Bauch veranlasst viele Halter, genauer hinzusehen. Muss man sich Sorgen machen? Ist das normal? Handelt es sich um eine Krankheit oder einen Mangel? Dieses häufige Phänomen verdient eine genaue Analyse, denn oft kommen mehrere Ursachen zusammen. Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um zu verstehen, warum Ihre Henne Federn verliert.

Meine Henne verliert Federn durch die Mauser

Bei Hühnervögeln ist die Mauser ein natürlicher, saisonaler Prozess. Sie tritt meist im Herbst auf. Dabei erneuert die Henne ihr Gefieder, um sich besser an klimatische Veränderungen anzupassen. In dieser Phase wirkt sie manchmal abgemagert, matt und stellt oft das Eierlegen ein. Die Federn fallen nach und nach aus und werden zunächst durch ein weiches Daunenkleid, später durch neue Federn ersetzt. Dieser Zyklus kann je nach Tier und Umgebung zwischen 4 und 12 Wochen dauern. Ein Eingreifen ist nicht notwendig, solange die Ernährung ausgewogen ist und die Henne aktiv bleibt. Es ist jedoch sinnvoll, während dieser Zeit den Anteil an tierischen oder pflanzlichen Proteinen zu erhöhen, da Federn hauptsächlich aus Eiweiß bestehen. Getrocknete Mehlwürmer, Sonnenblumenkerne oder kleine Mengen Katzenfutter können diesen Prozess unterstützen.

Meine Henne verliert Federn durch Federpicken

Wenn Federn büschelweise ausfallen und die Haut teilweise wund ist, kann es sich um Federpicken handeln. Dieses Verhalten entsteht durch Stress, Langeweile oder ein Ungleichgewicht innerhalb der Gruppe. Die Hennen picken sich gegenseitig die Federn aus und können dabei Verletzungen verursachen. Häufig tritt dies bei beengten Platzverhältnissen oder hoher Besatzdichte auf. Um Federpicken zu reduzieren, sollten mehrere Maßnahmen kombiniert werden:
  • Mindestens 1 m² Auslauf pro Henne zur Verfügung stellen
  • Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen (Stroh, aufgehängtes Gemüse, Sitzstangen, Sandbad)
  • Auf eine ausgewogene Gruppenstruktur achten (große Alters- oder Rassenunterschiede vermeiden)
  • Zu starke künstliche Beleuchtung reduzieren, da sie die Tiere aufregen kann
Auch eine unausgewogene Fütterung kann das Verhalten verstärken. Ein Mangel an Proteinen oder Mineralstoffen führt manchmal dazu, dass Hennen die Federn ihrer Artgenossen anziehend finden.

Meine Henne verliert Federn durch einen Nährstoffmangel

Meine Henne verliert Federn aufgrund eines Nährstoffmangels Die Ernährung einer Henne muss ihren gesamten Bedarf decken, insbesondere an Schwefel, Aminosäuren, Zink sowie den Vitaminen A und E. Ein Mangel an diesen Nährstoffen führt zu brüchigem Gefieder, vorzeitigem Federverlust oder unvollständigem Nachwachsen. Das Gefieder wirkt stumpf, spröde und ungleichmäßig. Eine Grundration sollte aus einem Alleinfutter für Legehennen bestehen, das bei Bedarf durch geeignete Küchenreste ergänzt wird (Reis, gekochtes Gemüse, ungesalzene tierische Proteine). Zerstoßene Austernschalen, Vitaminpräparate oder Bierhefe können bei Verdacht auf Mangelerscheinungen hilfreich sein. Ein Sepiaschulp, frei zugänglich im Gehege platziert, liefert auf natürliche Weise Kalzium und unterstützt die Qualität der nachwachsenden Federn.
Os de seich pour poule

Sepiaschale für Hühner

Stärkt das Gefieder dank einer natürlichen Zufuhr von reinem Kalzium.

Meine Henne verliert Federn durch Parasiten wie Läuse oder Milben

Wenn ein Federverlust mit starkem Kratzen, Rötungen oder Krusten einhergeht, muss das Gefieder sorgfältig untersucht werden. Rote Vogelmilben, Federlinge oder andere Milben leben in den Federn, unter den Flügeln oder rund um die Kloake. Sie ernähren sich von Blut oder Keratin und verursachen Juckreiz, Reizungen und lokalen Federverlust. Die Behandlung erfolgt in mehreren Schritten:
  • Gründliche Reinigung und vollständige Desinfektion des Hühnerstalls
  • Anwendung eines geeigneten Insektizids auf den Hennen (Kieselgur, natürliches oder chemisches Spray)
  • Wiederholung der Behandlung nach 7 Tagen zur Beseitigung der Eier
  • Überwachung des Allgemeinzustands und der Legeleistung
Unbehandelte Parasiten schwächen das Geflügel, verringern die Legeleistung und können langfristig sogar zum Tod führen.

Meine Henne verliert Federn aufgrund von Alter oder Legetätigkeit

Junge Hennen zu Beginn ihrer Legephase durchlaufen hormonelle Schwankungen, die sich auf das Gefieder auswirken können. Eine saisonale Legepause oder ein vollständiger Lege-Stopp vor dem Winter geht oft mit einer teilweisen Mauser einher. Dabei können Federn am Hals, Bauch oder Rücken ausfallen, ohne dass eine Krankheit vorliegt. Bei älteren Hennen wird das Gefieder insgesamt dünner. Die Erneuerungszyklen verlangsamen sich, und bestimmte Bereiche wie Hals oder Rücken bleiben länger kahl. Das ist kein ernstes Problem, sondern ein natürlicher Stoffwechselabbau. Bleibt die Henne munter, frisst gut und zeigt keine weiteren Symptome, besteht kein Grund zur Sorge.

Meine Henne verliert Federn durch körperliche Abnutzung durch den Hahn

Meine Henne verliert Federn durch körperliche Abnutzung durch den Hahn Ist ein Hahn in der Gruppe, kann es vorkommen, dass er die Federn der Hennen durch häufiges Aufspringen beim Paaren abnutzt. Dies führt zu lokalem Federverlust am Rücken oder an den Flügeln. Besonders betroffen sind bevorzugte Hennen, vor allem wenn ihre Anzahl zu gering ist. Ein empfohlenes Verhältnis liegt bei einem Hahn auf acht bis zehn Hennen. Liegt dieses darunter, können die Hennen stark körperlich belastet werden. Um Federverlust und Verletzungen zu vermeiden, können Schutzsättel verwendet werden – textile Geschirre, die den Rücken der Hennen schützen. Sie sind unauffällig, leicht anzulegen und sehr effektiv. Verhaltensänderungen des Hahns oder Stressphasen innerhalb der Gruppe können dieses Problem verstärken. Regelmäßige Beobachtung hilft, besonders betroffene Hennen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Meine Henne verliert Federn durch Stress oder Selbstpicken

Eine gestresste Henne zeigt unterschiedliche Reaktionen: Lege-Stopp, ungewöhnliche Laute, Unruhe, Picken … oder das Ausreißen der eigenen Federn. Dieses Verhalten wird als Selbstpicken bezeichnet. Es kann nach einem Umzug, einer Veränderung der Routine, einer Aggression oder anhaltendem Lärm auftreten. Chronischer Stress stört die natürlichen Verhaltensweisen der Henne. Ohne sichtbaren Feind kann sie sich selbst attackieren. Besonders häufig betroffen sind Federn an Brust, Beinen oder Rücken. Die Haut wird rosig, manchmal auch verkrustet. Vorbeugende Maßnahmen sind:
  • Eine stabile Routine (feste Fütterungszeiten, natürliches Licht)
  • Angenehme Temperaturen im Stall (keine Zugluft, keine Überhitzung)
  • Täglicher Auslauf im Freien, wenn möglich
  • Beseitigung von Stressquellen (Nagetiere, Baustellenlärm, nahende Fressfeinde)
Eine gestresste Henne kann auch das Fressen einstellen oder sich isolieren. Verhaltensänderungen sollten frühzeitig ernst genommen werden. Pflanzen wie Pfefferminze zum Knabbern helfen, Stress abzubauen und bieten eine sanfte tägliche Beschäftigung.
Menthe poivrée pour poule

Pfefferminze für Hühner

Wirkt stresslindernd und fördert auf natürliche Weise das Wohlbefinden der Verdauung.

Meine Henne verliert Federn aufgrund einer Krankheit oder inneren Störung

Einige Erkrankungen verursachen Störungen des Gefieders. Viren wie Marek oder Schilddrüsenerkrankungen beeinträchtigen das Federwachstum. Diese Fälle sind selten, gehen jedoch mit weiteren deutlich sichtbaren Symptomen einher: Gangstörungen, schiefer Kopf, aufgeplustertes Gefieder, Durchfall oder allgemeine Schwäche. Es ist manchmal schwierig, eine normale Mauser von einem beginnenden Krankheitsprozess zu unterscheiden. Die Beobachtung der gesamten Gruppe hilft, Auffälligkeiten zu erkennen. Zeigen mehrere Hennen die gleichen Symptome oder verschlechtert sich der Allgemeinzustand einer Henne schnell, muss rasch gehandelt werden. In diesem Fall sollte unbedingt ein auf Geflügel spezialisierter Tierarzt aufgesucht werden, um eine genaue Diagnose zu stellen. Untersuchungen können innere Infektionen oder tiefere Ungleichgewichte aufdecken, die über einen einfachen Nährstoffmangel hinausgehen. Eine frühzeitige Behandlung erhöht die Heilungschancen. In manchen Fällen bleibt nur die Euthanasie, um eine Ansteckung der übrigen Tiere zu verhindern.

Schreibe einen Kommentar