| Mögliche Ursache | Beobachtbare Symptome | Lösungen oder Maßnahmen |
|---|---|---|
| Saisonale Mauser | Diffuser Federverlust, Legepause, aktive Henne | Erhöhter Proteinzufuhr, Geduld, Überwachung des Allgemeinzustands |
| Federpicken unter Hennen | Federlose Stellen, wunde Haut, Stress, Unruhe | Platz neu gestalten, Umgebung bereichern, Fütterung anpassen |
| Nährstoffmangel | Stumpfes, brüchiges Gefieder, unregelmäßiger Federverlust | Nahrungsergänzung, ausgewogene und angepasste Fütterung |
| Äußere Parasiten | Kratzen, Rötungen, Krusten, lokaler Federverlust | Parasitenbehandlung, gründliche Reinigung des Stalls |
| Alter oder Legetätigkeit | Langsamer Verlust, teilweise Neubildung, kahle Stellen | Beobachtung ohne Eingriff, wenn die Henne munter bleibt |
| Abnutzung durch den Hahn | Federverlust am Rücken oder an den Flügeln, Zusammenleben mit einem Hahn | Schutzsattel anbringen, Verhältnis anpassen |
| Stress oder Selbstpicken | Federzupfen, Isolation, Nervosität | Umgebung stabilisieren, Stressquellen beseitigen |
| Innere Erkrankung | Mehrere Symptome, auffälliges Verhalten | Dringende tierärztliche Untersuchung |
Meine Henne verliert Federn durch die Mauser
Bei Hühnervögeln ist die Mauser ein natürlicher, saisonaler Prozess. Sie tritt meist im Herbst auf. Dabei erneuert die Henne ihr Gefieder, um sich besser an klimatische Veränderungen anzupassen. In dieser Phase wirkt sie manchmal abgemagert, matt und stellt oft das Eierlegen ein. Die Federn fallen nach und nach aus und werden zunächst durch ein weiches Daunenkleid, später durch neue Federn ersetzt. Dieser Zyklus kann je nach Tier und Umgebung zwischen 4 und 12 Wochen dauern. Ein Eingreifen ist nicht notwendig, solange die Ernährung ausgewogen ist und die Henne aktiv bleibt. Es ist jedoch sinnvoll, während dieser Zeit den Anteil an tierischen oder pflanzlichen Proteinen zu erhöhen, da Federn hauptsächlich aus Eiweiß bestehen. Getrocknete Mehlwürmer, Sonnenblumenkerne oder kleine Mengen Katzenfutter können diesen Prozess unterstützen.Meine Henne verliert Federn durch Federpicken
Wenn Federn büschelweise ausfallen und die Haut teilweise wund ist, kann es sich um Federpicken handeln. Dieses Verhalten entsteht durch Stress, Langeweile oder ein Ungleichgewicht innerhalb der Gruppe. Die Hennen picken sich gegenseitig die Federn aus und können dabei Verletzungen verursachen. Häufig tritt dies bei beengten Platzverhältnissen oder hoher Besatzdichte auf. Um Federpicken zu reduzieren, sollten mehrere Maßnahmen kombiniert werden:- Mindestens 1 m² Auslauf pro Henne zur Verfügung stellen
- Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen (Stroh, aufgehängtes Gemüse, Sitzstangen, Sandbad)
- Auf eine ausgewogene Gruppenstruktur achten (große Alters- oder Rassenunterschiede vermeiden)
- Zu starke künstliche Beleuchtung reduzieren, da sie die Tiere aufregen kann
Meine Henne verliert Federn durch einen Nährstoffmangel
Sepiaschale für Hühner
Stärkt das Gefieder dank einer natürlichen Zufuhr von reinem Kalzium.Meine Henne verliert Federn durch Parasiten wie Läuse oder Milben
Wenn ein Federverlust mit starkem Kratzen, Rötungen oder Krusten einhergeht, muss das Gefieder sorgfältig untersucht werden. Rote Vogelmilben, Federlinge oder andere Milben leben in den Federn, unter den Flügeln oder rund um die Kloake. Sie ernähren sich von Blut oder Keratin und verursachen Juckreiz, Reizungen und lokalen Federverlust. Die Behandlung erfolgt in mehreren Schritten:- Gründliche Reinigung und vollständige Desinfektion des Hühnerstalls
- Anwendung eines geeigneten Insektizids auf den Hennen (Kieselgur, natürliches oder chemisches Spray)
- Wiederholung der Behandlung nach 7 Tagen zur Beseitigung der Eier
- Überwachung des Allgemeinzustands und der Legeleistung
Meine Henne verliert Federn aufgrund von Alter oder Legetätigkeit
Junge Hennen zu Beginn ihrer Legephase durchlaufen hormonelle Schwankungen, die sich auf das Gefieder auswirken können. Eine saisonale Legepause oder ein vollständiger Lege-Stopp vor dem Winter geht oft mit einer teilweisen Mauser einher. Dabei können Federn am Hals, Bauch oder Rücken ausfallen, ohne dass eine Krankheit vorliegt. Bei älteren Hennen wird das Gefieder insgesamt dünner. Die Erneuerungszyklen verlangsamen sich, und bestimmte Bereiche wie Hals oder Rücken bleiben länger kahl. Das ist kein ernstes Problem, sondern ein natürlicher Stoffwechselabbau. Bleibt die Henne munter, frisst gut und zeigt keine weiteren Symptome, besteht kein Grund zur Sorge.Meine Henne verliert Federn durch körperliche Abnutzung durch den Hahn
Meine Henne verliert Federn durch Stress oder Selbstpicken
Eine gestresste Henne zeigt unterschiedliche Reaktionen: Lege-Stopp, ungewöhnliche Laute, Unruhe, Picken … oder das Ausreißen der eigenen Federn. Dieses Verhalten wird als Selbstpicken bezeichnet. Es kann nach einem Umzug, einer Veränderung der Routine, einer Aggression oder anhaltendem Lärm auftreten. Chronischer Stress stört die natürlichen Verhaltensweisen der Henne. Ohne sichtbaren Feind kann sie sich selbst attackieren. Besonders häufig betroffen sind Federn an Brust, Beinen oder Rücken. Die Haut wird rosig, manchmal auch verkrustet. Vorbeugende Maßnahmen sind:- Eine stabile Routine (feste Fütterungszeiten, natürliches Licht)
- Angenehme Temperaturen im Stall (keine Zugluft, keine Überhitzung)
- Täglicher Auslauf im Freien, wenn möglich
- Beseitigung von Stressquellen (Nagetiere, Baustellenlärm, nahende Fressfeinde)
Pfefferminze für Hühner
Wirkt stresslindernd und fördert auf natürliche Weise das Wohlbefinden der Verdauung.
